Samstag, 22. April 2017

Ein Leben ohne Internet..

Für die Masse der Gesellschaft inzwischen vollkommen undenkbar - ein Leben ohne Internet und ohne Handy. Egal wo, egal wie - überall und jederzeit alle möglichen Informationen und so manchen Blödsinn aus dem Worldwide Web abzurufen gehört zum guten Ton. Ein Leben ohne Internet ist allem voran für die jüngere Generation wohl kaum noch vorstellbar. Dabei wäre es gerade für diese eine mehr als heilsame Erfahrung sich im Leben auch ohne Handy und Internet zurecht zu finden, ehe die digitale Demenz auch die Jugend vollends assimiliert hat.

Da wo ich jetzt bin gibt es auf Grund der Natur und ihrer Einflüsse nur zeitweise einen Internetanschluss - und das ist auch ganz gut so. Das Leben wird merklich ruhiger und entspannter - und nach inzwischen zwei stattgehabten Operationen - ist Erholung weiter angesagt.

Die digitale Ausszeit ist eine gute Sache - und so ein digitales Timeout käme vermutlich der gesamten Welt und der gesamten Gesellschaft sehr zu gute. Meines Erachtens ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die gesamte Welt oder große Teile von ihr zwangsweise offline geht. Ein solcher "Kuturschock" wäre für große Teile einer digital gestörten Gesellschaft mehr als heilsam, für die Eliten aber vermutich eine Katastrophe, denn das Netz ist bereits heute schon eine Profitmaximierungsmaschine und ein Manipulationsinstrument der Massen geworden, dass in der Lage ist ganze Gesellschaftsströmungen so zu manipulieren, wie es die Eliten gerne hätten - und dies nicht nur bei der personalisierten Werbung, sondern auch bei Wahlen und politischen Entwicklungen.

Apropos Wahlen - dieses Wochenende sind Wahlen in Frankreich - und angeblich soll Marie Le Pen dabei gar nicht so gut wegkommen. Sollte sie dennoch besser als erwartet abschneiden, dann dürfte der Euro wieder übergeordnet Gegenwind bekommen. Bereits im Vorfeld der Wahlen ist der Euro gegen den Dollar leicht gestiegen - während er interessanterweise gegen das britische Pfund verlor. Letzteres ist daher interessant, weil das britische Pfund im Grunde ebenso Schrottgeld ist, wie alles andere was aus dem Nichts erschaffen wird.

Wenn der Euro als aufwertet, dann wohl eher weil der Dollar schwach ist. Aber bekanntlich können die Bombenwerfer auch anders - und daher ist alles relativ. Die Wahlen in Frankreich werden am Wochenende sicherlich im Fokus stehen. Ein Euroaustritt Frankreichs könnte in den kommenden Monaten wieder Thema werden, wenn spätestens im Juni Parlamentswahlen bei der grande Nation sind und die Mehrheiten wechseln werden.

Die Freude der über eine mögliche "Niederlage" Le Pens könnte daher sehr schnell so manchen Akteuren teuer zu stehen kommen. Am Ende spielt es auch keine Rolle ob Le Pen verliert oder nicht. Wesentlich interessanter wird sein, ob sie unter langfristigen Gesichtspunkten weiteren Zulauf gewinnt -  sprich einen weiteren Zustrom an Wählern und damit an Eurokritischen Gesellschaftsschichten gewinnt. Denn Le Penn ist sicherlich nicht der Liebling der Hochfinanz, andernfalls hätte diese mit Macron dem Goldman Sachs Banker nicht ihre eigene Marionette ins Feld der Eitelkeiten und den Machtpoker, der mit Demokratie kaum noch was zu tun hat, ins Feld geschickt.

Aber selbst wenn Macron Präsident werden sollte, so wäre die möglicherweise ebenso schädlich für den Euro wie eine Marie Le Pen. Denn unter Macron, so darf angenommen werden, dürfte Frankreich für die Wallstreet ebenso blechen und damit die Franzosen weiter in tiefste Armut gestürzt werden. Somit stellt sich die Frage ob Le Pen am Ende für Frankreich nicht sogar so etwas wie das ganz große Los darstellen würde, so denn sie bereit ist, die Herrschaft über das Geld an den Souverän zu überstellen. Letzteres darf allerdings bezweifelt werden, da auch eine Le Pen nur dann Präsidentin wird, wenn die Hochfinanz dies abnickt.

Die Illusion einer Demokratie wird den Menschen in Frankreich, der Wiege der Aufklärung, durch die digitalen Äther und die Lückenpresse, sicherlich wieder aufgetischt. Dabei ist schon heute klar, dass in Wirklichkeit sich nichts ändern wird, am wenigsten im Frankreich. Und weil dies so ist, darf sogar bei einer Niederlage Le Pens darüber diskutiert werden, ob Europa ohne ein Revolution überhaupt noch eine ernstzunehmende Zukunft hat, so denn die Massen und der Markt sich von dem Zinsjoch und den Verbrechen der Hochfinanz befreien will.

Eine Möglichkeit diesem System Adieu zu sagen, ist jene dem Internet den Rücken zu kehren - offline zu gehen und sich abseits des World Wide Web zu organisieren - klassisch  und altmodisch, ggf. per Brief und mit handgeschriebenen Notizen. Dies wäre für die Überwachungsneurotiker in der Politik und der Wirtschaft mit Sicherheit der absolute Super-Gau. Sowas wäre der totale Kontrollverlust der Eliten über die Gesellschaft. Und es ist sogar wahrscheinlich, dass es eines Tages soweit kommt, dass immer mehr Menschen dem Netz den Rücken kehren - und den  Errungenschaften der digitalen Scheinwelt und ihren Verführern eine Absage erteilen werden. Die wird freilich entweder die Folge eines langfristigen Sinneswandels der Selbsterkenntnis sein, dass eine Welt ohne virtuellen Müll eine bessere Welt sein wird, oder zwangsweise durch einen Kataklysmus, beispielsweise auf unserem Zentralgestirn - der Sonne der Fall sein.

Die Börsen werden dann ebenso wie die Banken kurzerhand geschlossen und am Ende wird es wahrscheinlich wieder den guten alten Parketthandel geben  - wo Menschen und nicht Maschinen die Kurse machen.

Eine Welt ohne Internet könnte auch eine friedlichere und vor allem bessere Welt werden. Die Rückbesinnung auf basale Grundwerte des Lebens und Zusammenlebens wäre geeignet heilsame Erholungsprozesse langfristiger Natur in Gang zu setzen, deren Potential die meisten sich bis heute nicht einmal ansatzweise vorstellen können. Ein wahrer Innovationsschub wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, da mit dem Rückgang der digital dementen Anteile in der Gesellschaft sich wieder Kreativität statt Konsum ausbreiten würde. Und wenn etwas die Gesellschaft und die Evolution bereichert hat, dann war es vor allem die Phantasie und die Kreatitivität der Menschen und nicht die tumbe Masse, die tagein tagaus nur noch am konsumieren, statt am regieren, ist.

Die Kraft der Kreativität ist freilich neben der Liebe die größte Gefahr für einen durchgreifenden Verlust an Macht auf Seiten der Hochfinanz, die sich weiterhin tagein, tagaus auf zum Teil erbärmlichste Weise in Szene zu setzen versucht. Daher kann man nur jedem raten, sich schrittweise oder dirket ganz aus dem Netz der Unmöglichkeiten zurück zu ziehen. Denn überwacht wird jeder einzelne - mit dem Ziel sie ihrer Freiheiten total zu berauben.

Ein Leben ohne Handy und Internet ist ein erfülltes Leben. Wer meint das Handy und Internet eine Bereicherung für das Leben darstellen, der sollte sich einen Therapeuten suchen. Die digitale Welt ist allenfalls ein Substitut für Defizit in der Persönlichkeitsentwicklung einer bewusst  erschaffenen systemisch gestörten Gesellschaft, die mit Nackensteife tagein tagaus nur noch auf die Displays ihrer Handy starrt anstatt sich dem Heil der Natur und ihrer Kräfte zu zuwenden....

Gehen sie offline und geniessen sie das Leben - zumindest zeitweise...

Je mehr sie offline gehen umso besser, umso weniger wird das System sie auch ausspionieren können. Und zahlen sie oft sie nur können, stets nur mit Bargeld. Denn niemand braucht und muss wissen, welche Vorlieben sie im Leben haben. Es hat auch, wenn wir ehrlich sind auch niemanden zu interessieren, am wenigsten die Banken, die Versicherungen oder die Politik. Denn all diese Organisationen meinen es niemals gut mit Ihnen und zielen nur darauf ab, sie um die Früchte ihres langen Arbeitslebens zu betrügen...

Wenn sie offline gehen, dann spucken sie den Maschinen so richtig in die Suppe und kehren zurück zur Natur - ganz frei nach Montesqieu...

Im übrigen wurde auch Montesqieu schon zu Lebzeiten zensiert - was aber dem Durchbruch der französischen Revolution nicht verhindern konnte. Insofern wird es doch interessant werden zu sehen, wie die Wahlen in Frankreich ausgehen werden. Denn Revolutionen brauchen manchmal eine etwas längeren Vorlauf. Und Frankreich als Wiege der gesellschaftlichen Revolutionen, die Mutter der freiheitlich demokratischen Grundordnung, welche den Eliten nicht nur reihen weise den Koüf kostete, könnte daher erneut der Anstoss für eine langfristige Grunderneuerung der Gesellschaftstrukturen einleiten - in einer Welt des Wandels, in der die digitale Verirrung der Massen möglicherweise nur eine vorübergehende Erscheinung in der Geschichte der Menschheit sein wird - erst recht wenn der militärisch industrielle Komplex der totalen Menschenverachtung große Teile der Menschheit in den Tod geschickt hat...