Montag, 5. Dezember 2016

Bob Dylan - Frieden kennt keine Kompromisse...

Bob Dylan hat es nicht so mit dem "Establishment" und noch weniger mit Marionettentheater im weissen Haus oder bei einer Stiftung, die ihr Vermögen durch die Produktion von Sprengstoff zum Massenmord an Menschen erwirtschaftet hat.



Bob Dylan ist wohl der erste Friedensnobelpreisträger, der diesen Zirkus durchschaut und nicht nur dem Nobelkomittee vornehm und gepflegt den Stinkefinger zeigt, sondern auch dem White House in den USA. Ein echter Friedensaktivist, der keine Kompromisse in Fragen des Friedens macht. Gut gemacht, Bob! Gratulation - weiter so...

Italien hat eine funktionierende Demokratie...

Italien hat weiter eine scheinbar intakte und gewohnt streitbare Demokratie, wie es für das italenische Temprament nun mal typisch ist. Viel Wirbel um nichts. Wobei diesmal die Medien vor allem diesen Scheinwirbel inszeniert haben.

Die Goldman Sachs und US-Marionette Renzi wurde mit dem Referendum in die Wüste geschickt und hat bereits ihren Rücktritt erklärt. Er wird sicherlich auf einem weichen Ruhekissen für den Rest seines Lebens landen. Der von vielen befürchtete Einbruch beim Euro ist ausgeblieben. Offenbar hat der Markt, wie erwartet diesen Ausgang des Referendums inzwischen eingepreist. Das Interesse bei den Live Streams hält sich mehr als überschaubar in Grenzen - und holt keinen Hund unter dem Ofen hervor. Es ist weitaus geringer als es nach dem im Vorfeld in den Medien inszenierten Spektakel zu erwarten gewesen wäre. Um es klar zu sagen - das Referendum hat in dieser Nacht niemanden interessiert - zumindest nicht auf den Livestreams bei youtube. Es gab noch ein paar Nachwehen am Markt, aber keine wirklich bösen Überraschungen. 

Das nächste Event in dieser Woche ist die EZB Sitzung und in der kommenden Woche dann die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank. Währenddessen wettert Donald Trump in der Nacht gegen China wegen der Abwertung des Yuan. Klar, als designierter zukünftiger US-Präsident würde mir dies auch nicht schmecken. Die Chinesen können aber noch mehr, wenn sie wollen...

Wie dem auch sei - die USA haben ein weitaus größeres Staatschuldenproblem als Europa. In Europa funktioniert die direkte Demokratie zumindest noch in Teilen, allem Anschein nach. Dies ist ein absolutes Positivum und macht Hoffnung, dass im Wechselspiel aus Regierung und Opposition in Europa - zumindest in Teilen - Lösungen erarbeitet werden, die im gesellschaftlichen Konsens am Ende die Zustimmung der Bevölkerung auch geniessen und mitgetragen werden. Am Ende könnte bei alle dem der Euro gestärkt aus alle dem hervorgehen. Insofern wird es interessant sein, ob die vermeintlichen Schauermärchen über einen Zusammenbruch des Euros wirklich eintreten. Das eigentliche Risiko liegt meines Erachtens in den USA und beim Dollar.

Die Entwicklung einer möglichen Hyperinflation in den USA lässt sich in Teilen bereits an der Kursentwicklung im Dow Jones Index feststellen. Entsprechende Ansteckungsgefahren bestehen diesbezüglich auch für alle anderen Aktienmärkte. Dies auch vor dem Hintergrund, dass im Dollar Bondbereich in den letzten zwei Monaten rund 2.3 Billionen (Englisch Trillionen) US-Dollar verpufft sein sollen, nur durch den Anstieg der Risikoaufschläge auf US-Dollar laufende Bonds..

Italien ist im Vergleich zu den USA ein Zwerg, wenn es um die Auswirkungen überbordender Staatsverschuldungen geht. Zudem scheint dort das Fundament für eine funktionierende Demokratie weitaus besser gestaltet zu sein, als jenseits des Atlantiks, wo schon längst die Wallstreet im weissen Haus mit ihren Finanzkartellen die Regierungsgeschäft übernommen zu haben scheint...

Sei´s drum - der Italo Drop ist erstmal gelutscht - als nächstes stehen am Donnerstag die EZB-Sitzung an und dann möglicherweise noch ein paar Weihnachtsgeschenke von der FED bei ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Italien Referendum - Abstimmung live

Für alle die heute sich die Nacht um die Ohren hauen wollen. Live die Abstimmung ab 22:30 hier zu verfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=XvTQQTv_OOM

Schon eins vorweg - es ist vollkommen egal wie die Abstimmung ausgeht. Am Ende macht der Geldadel und das Finanzkartell eh was es will. Das ganze ist eine Showveranstaltung für die Massen - ändert aber nichts an den elementaren Problemen der globalen Fiatmoneysysteme. Das ganze ist ein Ablenkungsmanöver von den desaströsen Entwicklungen im Dollarraum...

Es ist eh bemerkenswert wie Investoren den getürkten Arbeitsmarktdaten der US Behörden noch vertrauen schenken, wo diese doch schon seit der Ära Clinton alle Arbeitslosen unterschlägt, die länger als ein Jahr arbeitslos sind...


Erdogan boykottiert den US-Dollar...

Das wird den US-Finanzkartellen gar nicht schmecken. Erdogan will zukünftig den Handel mit dem Iran, Russland und China nur noch in lokalen Währungen betreiben. Weiter ruft er das eigene Volk auf den Dollar zu eleminieren und los zu werden.

Diese Bestrebungen könnten handfeste Motive haben und tiefgreifendere Ursachen als bislang allgemein bekannt. Die offizielle Warnung vor dem Dollar, die es scheinbar schon seit einigen Tagen gibt, findet interessanterweise erst jetzt den Weg in die Massenmedien auch hierzulande.




Ob Erdogan langfristig den Dollarboykott überleben wird, bleibt fraglich. Ihn könnte eines Tages das gleiche Schicksal wie einstmals das von Gadaffi. In Fragen der Elimierung des Dollars kennen die Finanzeliten keinen Spass. In ihrer Verzweifelung sind die USA zu allem fähig. Das Ende des Dollars als Weltleitwährung würde umgehend den Untergang der USA zur Folge haben....

Schwere Schlappe für EU-Kritiker in Österreich...

Bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich erleiden die EU-kritischen Nationalisten eine schwere Wahlschlappe und unterliegen dem grünen Spitzenkandidaten deutlich, welcher die Mehrheit der Wählerstimmen auf sich vereinen konnte. Europas Politiker atmen angesichts der Wahlerfolges von van der Bellen europaweit auf. 

In Italien stehen die Ergebnisse des Referendums zur Verfassungsreform noch aus. Bereits im Vorfeld der Volksabstimmung in Italien wurde eine Absage der Reformbemühungen der italienischen Regierung in praktisch allen Medien kommuniziert. Ebenso lancierte man entsprechende "Umfrageergebnisse" die einen Sieg der Nationalisten gegenüber dem Establishment in Italien als wahrscheinlich ansehen. Bereits im Vorfeld des Referendums ging der Euro deshalb seit drei Wochen deutlich in die Knie. Eine Überraschung stellt somit ein Sieg der Kritiker der Verfassungsreform nicht mehr da. Eine faustdicke Überrraschung hingegen wäre ein Sieg der amtierenden Regierung um Renzi und die nachfolgende Machtübernahme Italiens durch die politischen "Eliten", welche deren Stellung im europäischen Gefüge nachhaltig stärken würde.

Ein Sieg der Gegner der Verfassungsreform muss kein Übel sein, wie es in den Medien gerne dargestellt und zur Schau  gestellt wird, sondern kann auch als Ausdruck funktionierender basisdemokratischer Prozesse innerhalb Europas gewertet werden. Demokratien leben vom Diskurs und vom Widerspruch - sie sind Bestandteil evolutionärer Fortschrittsprozesse in funktionierenden politischen, wie auch gesellschaftlichen Staatsgebilden. Nur im Dissenz und im Widerspruch zwischen den verschiedenen Lagern ist eine Optimierung eines Staatsgebildes im ganzen auf lange Sicht möglich. Daher ist es zu begrüßen, dass in Italien scheinbar basisdemokratische Prozesse durchaus noch zu funktionieren scheinen - egal wie das Referendum am Ende ausgeht.

Italien wird auch nach dem Referendum weiter existieren - und seinen Weg innerhalb Europas gehen. Sollte die Verfassungsreform, die von Renzi initiert wurde nicht auf den Weg gebracht werden, dann ist dies auch o.k. - ja sogar im Grunde zu begrüßen. Denn dadurch wird der gesellschaftliche Diskurs über die Zukunft weiter offen gehalten und am Ende durch den Widerspruch als elementaren Bestandteil funktionierender Demokratien, ein Ergebnis bringen, das besser ist als in autokratischen Staatsformen, wo der Widerspruch geächtet oder schlimmstenfalls sogar verfolgt wird.

In Italien herrscht scheinbar eine lebendige Demokratie, was langfristig zu begrüßen ist. Sie sollte am Ende zu nachhaltigen positiven Entwicklungen in den südlichen Teilen Europas führen, weil durch die Widerspruchsprozesse in der Gesellschaft am Ende gesamtgesellschaftlich die optimalsten Ergebnisse für die Allgemeinheit erzielt werden.

Italien hat unbeschadet des Ausgangs des Referendums gesellschaftlich viele positive Akzente setzen können. Die Bevölkerung nimmt Teil am politischen wie auch gesellschaftlichen Evolutionsprozess. Ein Prozess der dem Land langfristig entsprechende positive Impulse verleihen sollte und dessen wirkliche Ergebnisse man wohl erst in einigen Jahren erkennen wird.

Sieger in Italien ist schon jetzt die Demokratie und die Meinungsfreiheit - unschätzbare Werte von sehr hohem Stellenwert und deren Bedeutung für die Betrachtung gesamtökonomischer, wie auch gesellschaftlicher Faktoren nicht unterschätzt werden sollte...